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Kunstszene

ARTIMA Museumstag am 11. Juni 2018

Bereits zum 26. Mal lud die Generalagentur Wolfgang Rössler aus Gera /Thüringen, einer Agentur der Mannheimer Versicherung AG, zum Museumstag ein. Der Museumstag ist eine Weiterbildungsveranstaltung für Kunden und Versicherte im Rahmen des Markenprogramms ARTIMA, die jedes Jahr an anderen, ausgewählten Orten stattfindet.

Die Burg Ranis (Foto: Mannheimer Versicherung AG / GA Rössler)

In diesem Jahr wurden die Städte Pößneck und Ranis als Veranstaltungsorte gewählt. Museumsleiter, Galeristen, Leiter von Stadtverwaltungen, Mitarbeiter des Museumsverbandes, Volontäre sowie Mannheimer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nahmen als Gäste am Museumstag teil. „Ich nehme aus dem Tag viel Neues und Interessantes für meine tägliche Arbeit mit“, so einer der Teilnehmer. Eine Bestätigung für die Generalagentur, diese Veranstaltungs-Idee seit so vielen Jahren immer wieder anzubieten.

Am Stadtmuseum642 Pößneck ging es los und über die Pößnecker Shedhalle hin zur Burg Ranis. Die Veranstaltung endete mit drei Vorträgen mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die aktuelle Entwicklungen im Kulturbereich in den Fokus stellten und zum Weiterdenken anregten.

                   

Frau Dr. Dünkel, Amtsleiterin Kultur und Finanzen der Stadt Pößneck und Herr Wolfgang Rössler

Im Stadtmuseum erlebten die Teilnehmer die Stadtgeschichte von Pößneck: Sie wurde thematisch neu gestaltet und um neue Aspekte erweitert. Dies gefiel gut und begeisterte vor allem auch hinsichtlich der Architektur.

Die Architektur spielte auch beim Besuch der Pößnecker Shedhalle eine große Rolle. Hier wurde die Ausstellung "Erlebnis Industriekultur – Innovatives Thüringen seit 1800" präsentiert und ging mit einem interessanten Gang durch den industriellen Standort Thüringen einher. Die Ausstellung machte bewusst, welche Produkte in Thüringen hergestellt wurden und (noch immer) in die weite Welt exportiert werden – Grund genug, hierauf stolz zu sein: Automobilbau in Eisenach, Porzellan für den Hausgebrauch und den wohlhabenden Bürgerhaushalt, Glas, Papierdrucke, Spielzeug, Nahrungsmittel bis hin zur Industriekeramik für Eisenbahn und Elektrifizierung. Innovation und Kreativität von gestern wird in dieser Ausstellung mit Kreativität und Verantwortung für die heutige Zeit dargeboten und entspricht auch den neuen Gegebenheiten, die auf die Museen und Denkmalförderung zukommt.

Der dritte Rundgang fand in der Burg Ranis statt und auch hier konnten die Teilnehmer dank der engagierten Mitarbeiter interessante Einblicke gewinnen und die neuesten Funde bewundern. Die Ausstellung zur Archäologie wurde ebenso wie die Ausstellung im Stadtmuseum neu gestaltet.

Die gute Mischung aus praktischen Erfahrungen der Museumsarbeit und wissenschaftlichen Ergebnissen wurde abgerundet durch einen Vortrag zu Sachsens Industriekultur. Die aufgegriffenen Themen hierbei waren breit gefächert: Wie werden aus ehemaligen industriellen Gütern kulturelle Güter? Welche Aufgaben und Chancen ergeben sich für die Zukunft, welche Auswirkungen hat Industriekultur auf den Tourismus in Deutschland? Wie ersetzt sie zerstörte Strukturen ganzer Gebäude? Die Erhaltung von industriellen Gütern als Kulturgut ist für die Freizeitgestaltung als auch Vermittlung von Geschichte und Technik eine Aufgabe und wird in den Bundesländern sehr unterschiedlich umgesetzt und wahrgenommen. Der Vortrag widmete sich aber auch sozialen Aspekten: Industrielle Güter waren in der Vergangenheit im Dienste des Menschen, haben Arbeit und Lohn geboten. Fällt dieser Teil deutscher Geschichte weg, brechen Lebensläufe und ganze Regionen zusammen.  Beispielhaft sei hier der Bergbau im Ruhrgebiet oder die Wismut in Thüringen mit dem Uranabbau genannt. Deshalb ist es so wichtig, sie zu bewahren. Die Vortragenden kamen zu dem Schluss, dass es hier noch viel zu tun gebe und dies die Museen, Museologen und Wissenschaftler vor weitere Aufgaben stelle.

Die beiden weiteren Vorträge beschäftigten sich mit "sozialem Gefüge im Wandel" und der "Globalisierung und Digitalisierung bei Kunst und Kultur.“ Diese machten den Gästen deutlich, dass es gilt, das Positive, bereits Vorhandene, zu analysieren und zu nutzen. „Gebündelte Kräfte“ heißt das Zauberwort und diese Kräfte sind eine Chance auf und für die sozialen technischen Veränderungen, die auf jeden Fall eintreten werden und auch schon eingetreten sind.

Viele Einzelgespräche der Gäste untereinander, der Erfahrungsaustausch mit den Vertretern der Mannheimer auch zu versicherungstechnischen Fragen bereicherten die Tagung und trugen mit zum Erfolg bei.

„Man kann die Veranstalter nicht genug loben“, so Frau Dr. Dünkel von der Stadt-verwaltung Pößneck. Vielen Dank an die Mitarbeiter von Pößneck und Ranis sowie die Generalagentur Rössler, die den Museumstag tatsächlich seit 26 Jahren organisiert.

Nach der Tagung ist vor der Tagung und so kann man sich schon auf 2019 freuen. Dann findet der Museumstag in Zwickau, der Stadt des Automobilbaus und dem Geburtsort von Richard Schumann, statt.

Weitere Impressionen

Bild 1-4: Besuch der Ausstellung "Erlebnis Industriekultur" in der Pößnecker Shedhalle mit Herrn Christoph - Kurator der Ausstellung von der Uni in Jena

Bild 5: Innenhof des Stadtmuseums642 in Pößneck 


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