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Kunstszene

Max Slevogt. Eine Retrospektive zum 150. Geburtstag

28. September 2018 bis 24. Februar 2019

Das Landesmuseum Hannover besitzt die weltweit bedeutendste Sammlung des »Dreigestirns des deutschen Impressionismus«: Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt. Slevogt war der jüngste und vielseitigste Künstler dieses Trios, dem das WeltenMuseum erstmals eine große Ausstellung widmet.

Thomas Andratschke, Kurator Neue Meister, und Museumsdirektorin Katja Lembke mit Max Slevogts »Papageienmann« (1901) © Tim Schaarschmidt

Heute fast ausschließlich als Freilichtmaler populär, war die Natur nicht Slevogts einzige Inspiration: In Grafik und Malerei thematisierte er auch vielfach Szenen aus Geschichte, Literatur und Musik, die allein seiner Phantasie entsprangen. Anlässlich des Jubiläums präsentiert das Landesmuseum Hannover 150 eindrucksvolle Werke, stellvertretend für jedes Jahr. Dabei ergänzen hochkarätige Leihgaben aus nationalen und internationalen Museen herausragende Gemälde, Zeichnungen und Drucke aus der eigenen Sammlung. Die werkreiche Retrospektive zeichnet ein vollständiges Bild eines der wichtigsten deutschen Künstler seiner Zeit.

In München studierte der junge Slevogt an der Akademie bevor er sich dort als freier Künstler niederließ und ab 1892 öffentlich ausstellte. Mit Werken wie »Nach dem Bade«, die als »Rinnsteinkunst« verunglimpft wurde, erwarb sich Slevogt den Beinamen »Der Schreckliche«. So konnte er in München nicht zu Erfolg gelangen. Auf Drängen der Berliner Sezession, insbesondere von Max Liebermann, verließ Slevogt München und siedelte in die Hauptstadt über, wo seine Werke schon in den 1890er Jahren sehr geschätzt waren.

Auf dem Weg nach Berlin verbrachte Slevogt einige Wochen in Frankfurt, wo er Verbindungen zum Städelschen Kunstinstitut hielt. Damals entstand seine berühmte Reihe »Frankfurter Zoobilder«, welche die Aufhellung der Farbpalette sowie die Hinwendung zur Darstellung von Freizeitvergnügungen markiert. Sie bildet den Durchbruch von Slevogts Freilichtmalerei.

Heute ist Slevogt fast ausschließlich als Impressionist bekannt, der seine Motive in der Natur gefunden hat. Doch das ist nur die eine Seite eines Künstlers, der außerordentlich vielseitig gewesen ist. In Grafik und Malerei beschäftigte er sich intensiv mit Szenen aus Geschichte und Literatur, deren Darstellung allein seiner Phantasie entsprang.

Mit 150 Werken aus den Bereichen Druckgrafik und Gemälde zeichnet das Landesmuseum Hannover ein umfassendes Bild des Künstlers Max Slevogt. Die Gleichstellung von Grafik und Malerei ist einer der zentralen Aspekte in Slevogts eigenem Kunstbegriff.

 

Die Sonderausstellung "Max Slevogt. Eine Retrospektive zum 150. Geburtstag" läuft vom 28. September 2018 bis 24. Februar 2019 im Landesmuseum Hannover.

Öffnungszeiten:

  • Dienstag bis Freitag 10 - 17 Uhr
  • Samstag und Sonntag 10 - 18 Uhr
  • Montag geschlossen, sowie an Heiligabend und Silvester
  • an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr 

    Autor: Dennis von Wildenradt

Bildergalerie © Landesmuseum Hannover

1) Max Slevogt, Papageienmann
1901, 81,5 x 65,3 cm
Öl auf Leinwand
© Landesmuseum Hannover

2) Max Slevogt, Die Champagner-Arie aus Don Giovanni (d'Andrade an der Rampe)
1902, 105 x 131,5 cm
Öl auf Leinwand
© Landesmuseum Hannover

3) Max Slevogt, Selbstbildnis
1930/31, 81,2 x 54,2 cm
Öl auf Leinwand
© Landesmuseum Hannover

4) Max Slevogt, Blumenstillleben im Freien
1901, 63 x 82,5 cm
Öl auf Leinwand
© Landesmuseum Hannover

5) Max Slevogt, Ansicht von Frankfurt
1911, 64,5 x 74,4 cm
Öl auf Leinwand auf Pappe
© Landesmuseum Hannover

6) Max Slevogt, Nina im Kostüm einer Pierrette
1926, 104 x 84 cm
Öl auf Leinwand 
© GDKE/Landesmuseum Mainz/Max Slevogt-Galerie

7) Max Slevogt, Nach dem Bade
1892, 71 x 102 cm
Öl auf Leinwand 
© Landesmuseum Hannover

8) Max Slevogt, Schreitende Löwin im Käfig
1901, 52,5 x 58,8 cm
Öl auf Leinwand 
© Landesmuseum Hannover

9) Max Slevogt, Ex Libris für Konrad Wrede
1922, 11,7 x 10 cm
Radierung
© Landesmuseum Hannover


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