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Kunstszene

Art Bodensee 2019 – die Sommermesse im Wandel

Messe für zeitgenössische Kunst in Dornbirn, Österreich

Spannend: Bereits zum 19. Mal fand die Art Bodensee im österreichischen Dornbirn statt. 83 Galerien und Institutionen präsentierten von Freitag bis Sonntag ihre Exponate aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Sommer-Kunstsalon. Mit neuem Konzept startete die Messe gemeinsam mit dem in Wien geborenen künstlerischen Leiter Aram Haus durch, der erst im Februar sein Amt übernahm. Was waren die Highlights? Was war neu und was können wir in Zukunft von der Art Bodensee erwarten? ARTIMA hat die Erlebnisse in Text und Video zusammengefasst.

Herr Dr. Otto und Frau Dr. Schertler ( v.l.n.r.) von der Mannheimer im Kunstwerk des "Artist of Residence" Milan Mladenovic / Foto: Mannheimer Versicherung AG

Highlights

Die diesjährigen Sonderschauen zweier Künstler zählten definitiv zu den Highlights: Elke Silvia Krystufek, die bereits 2009 den österreichischen Beitrag zur Biennale in Venedig leistete, zeigte Werke aus dieser Ausstellung, aber auch aktuelle Exponate insbesondere zu politischen Themen.

Mit dem zweiten Künstler Milan Mladenovic zeigte sich bereits das neue Messekonzept: Der serbische Künstler ist der erste Artist in Residence und hatte verschiedene Einzel-Ausstellungen in der Halle.

ARTIMA war mit folgendem persönlichem Highlight auf der Messe: das Video „Tambosi, 2011“ von Johannes Karl wurde an unserem Stand publikumswirksam präsentiert. „Tambosi“ zeigt ein Künstlercafé – collagiert aus Gemälden alter Meister der Münchner Pinakotheken – in dem sich die Protagonisten eben dieser berühmten Bilder treffen, zusammensitzen, rauchen und trinken. Die bewegten Gestalten der sonst im Gemälde starren Figuren amüsieren, berühren und verbinden mühelos Zeitsprünge aus der Renaissance bis ins 19.Jahrhundert.

ARTIMA Stand in Halle 11 / Foto: Mannheimer Versicherung AG

Neues Messekonzept

Aram Haus betonte bei der Eröffnung am Freitag, dass die Galerien dieses Jahr im Vordergrund stehen. Dadurch soll die „unsichtbare Arbeit“ der Galeristen und Galeristinnen gewürdigt werden, wie beispielsweise Publikationen, Verleihungen, Artist Care, Events, Veranstaltungen, Design, Ausstellungen und vieles mehr.

Durch die enge Zusammenarbeit mit den Galerien wurden verschiedene Boards eingerichtet:

  • CURATORIAL COMMITTEE, welches die Galerien dieses Jahr kurartiert hat.
  • Board of Community. bestehend aus kulturellen Schlüsselpersonen der Region die sich ehrenamtlich und freiwillig in die Weiterentwicklung der Messe eingebracht haben.
  • ADVISORY BOARD, zuständig für die internationalen Belange.
  • HONORARY CHAIRS (Ehrenmitgliedschaften), würdigt Leistungen von Personen um die Messe herum und deren wertvollen Beratungsleistungen.

Außerdem neu dieses Jahr waren die zeitgenössischen Kunstformate. So entstand das Kulturquartier, eine Präsentationsplattform mit dem Ziel, die Besucherinnen und Besucher auf das vielfältige zeitgenössische Angebot rund um den Bodensee aufmerksam zu machen. Ein weiteres Kunstformat war die von Aram Haus selbst kuratierte Ausstellung State oft the Kunst, welche Werke führender Europäischer Artists zeigte. Auch neu und bereits erwähnt: Der Artist in Residence. Durch diese neuen zeitgenössischen Kunstformate stieg die Qualität der Messe erheblich.

Erfreulich ist auch, dass die Art Bodensee sehr viele neue und starke Partner dazugewinnen konnte, wie zum Beispiel das Kunsthaus Innsbruck, das Kunsthaus Bregenz, das vorarlberg museum und den Kunstraum Dornbirn.

Die Eröffnung der Art Bodensee vor den Pastellen von Francis Bacon / Foto: Mannheimer Versicherung AG

Ausblick Art Bodensee 2020

Zwei Dinge gilt es weiterzuführen: Die Qualität der Kunst die gezeigt wurde und, für Aram Haus an allererster Stelle, die Menschlichkeit.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Kinder- und Jugendentwicklung durch Jugendliche und junge Erwachsenenprogramme und auf den Young Collectors mit Diskussions- und Gesprächsformaten.

Zudem sollen die Partnerschaften sowie die Kunstformate noch weiter ausgebaut werden.

Zum Schluss seiner Eröffnungsrede appellierte Aram Haus noch an das Publikum einen gemeinschaftlichen Weg zu begehen, denn nur gemeinsam kann die Messe in die Zukunft geführt werden.

 

ARTIMA ist begeistert von den neuen Ausrichtungen und Ausblicken der Messe und freut sich auf das Jahr 2020. Wenn der künstlerische Leiter Aram Haus in einer so kurzen Vorlaufzeit etwas bewegt hat, was wird uns das nächstes Jahr erwarten? Wir sind sehr gespannt!

 

Messe verpasst? ARTIMA nimmt Sie in unserem Video auf einen kleinen Rundgang mit:



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Impressionen der Art Bodensee 2019


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