Kunstszene

ResetNOW!

6. Biennale der Künstlerinnen im Haus der Kunst

Mit der Ausstellung resetNOW! Hat der Künstlerverbund im Haus der Kunst mit ihrer 6. Biennale komplett ins Schwarze getroffen. Die sensationelle Ausstellung wird ausschließlich von Künstlerinnen bespielt und ist fabelhaft kuratiert und sehr facettenreich durch die Werke der Künstlerinnen.

High Noon (Foto: Fenja Cambeis)

ResetNOW! , diese Ausstellung zeigt sich als ein Experiment zwischen Ästhetik und Technik. Die Werke der Künstlerinnen bilden eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Technik und Kunst. Die Auslotung der Beziehung Mensch und Maschine und Umwelt , globale Entwicklungen und die individuellen Lebenserfahrungen der Künstlerinnen werden thematisiert und zeigen eine unglaubliche Aktualität.

 

"Lichtfalle - Hamburg" von Nana Petzet,
Foto: A.N. / Mannheimer Versicherung AG

Nana Petzet: „ Lichtfalle Hamburg“ diese  Lichtinstallation zeigt wie blaues Licht Insekten schadet.

„In der biologischen Forschung werden Lichtfallen eingesetzt, um Artenzählungen vorzunehmen. Im Hamburger Hafen wird alle zwei Jahre der Blue Port durchgeführt, in Kombination mit den Cruise Days, einer Veranstaltung der Freien und Hansestadt Hamburg zur Feier der Kreuzfahrtindustrie. Unter Einsatz eines aggressiven Lichts, das besonders wach macht, wird hier einem Massenpublikum eine besinnliche „blaue Stunde“ vorgezaubert. Für den Biologen Bernd Reuter und Nana Petzet Anlass, der problematischen psychoaktiven Wirkung dieses Spektakels nachzugehen. Es entstand die Idee unter Verwendung identischer Leuchtmittel eine Lichtfalle zu bauen, diese auf einem Schiff zu postieren und begleitet von Kennern nachtaktiver Insekten das beim Blue Port illuminierte Gebiet nachts zu erforschen. „

Text: Pressetext resetNOW-Kuenstlerinnen-web.pdf

 

 

 

"High Noon" von Catharina Szoon,
Foto: Fenja Cambeis

Dann das Foto der Arbeit von Catharina Szonn mit dem Titel“ High Noon“ , die hierfür ein ausrangiertes Flugzeugtriebwerk einer Flugzeugtyps Mc Donnell Douglas DC-10 verwendet: Die Künstlerin hat sich mit dem Weltall beschäftigt und stellt sich die Frage nach der Unendlichkeit und Begrenztheit von Raum und Ressource.

Die Videoprojektion auf der einen Seite zeigt eine Aneinanderreihung loser Bildsequenzen von Natur, Mensch und Technik und die endlos wiederholende Textzeilen auf der Rückseite imaginieren einen scheinbar unendlichen Raum.

 

„Drosophila Karaoke Bar“ von Ursula Damm,
Foto: A.N. / Mannheimer Versicherung AG

Ursula Damm mit Ihrer Installation „Drosophila Karaoke Bar“ ist es möglich als Besucher*in mit den Fruchtfliegen zu kommunizieren.

Unter dem Sandberg befinden sich Fruchtfliegen, die überwacht werden. Über Kopfhörer kann man die Stimmen der Fliegen und seine eigene Stimme hören. Ein Audio mosaicing übersetzt die menschliche Stimme in Fliegengesang, so dass die Fliegen auf sie reagieren, als ob es die Stimme einer Fliege wäre. Auch ich probierte es auf und konnte durch Singen und Geräusche direkt mit den Fruchtfliegen in Austausch treten, sie reagierten auf meinen Gesang mit emsigem Hin- und Her laufen.

 

 

 


Gaia Kali Maa  von Alexandra Hendrikoff, 
Foto: A.N. / Mannheimer Versicherung AG

Alexandra Hendrikoff: Gaia Kali Maa , 2022

Mit ihren organischen Plastiken thematisiert Alexandra Hendrikoff die Wandlungsprozesse der Natur, als einer grundlegenden Äußerung von Vitalität. Ihre Objekte erinnern an Kokons, Tunnel oder Hüllen. Mit Garn, Gaze, Holz, Graswurzeln oder Strohseide durchwirkten und Löwenzahn samen benetzten Papierkörpern will die Künstlerin nicht einfach nur Naturformen kopieren, sondern die biologische Formensprache erforschen.

Text: Pressetext resetNOW-Kuenstlerinnen-web.pdf

 

 

 

„Versteinerung 2011" von Peggy Meinfelder,
Foto: A.N. / Mannheimer Versicherung AG

Von Peggy Meinfelder: „Versteinerung 2011“   Sie hat von alten elektronischen Geräten z.Bsp: „Fotokamera von Lomo, hergestellt in der UDSSR  von 1970-77 eine Betonabguss hergergestellt und

In Holkisten archiviert, als wären es paläontologische Fundstücke, als Versteinerungen, die Aufschluss über das Veralten von Gegenständen der elektronischen Kultur geben.

Text: Pressetext resetNOW-Kuenstlerinnen-web.pdf

 

 

 

 

Am 09.09.23 um 11.00 Uhr wird anlässlich der Ausstellung ein round table veranstaltet Beim Round Table resetNOW! des Künstlerverbundes diskutieren Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Sammlerinnen und Kuratorinnen über aktuelle Trends, neue Entwicklungen und die Herausforderungen künstlerischen Arbeitens an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technik und Wissenschaft.

Seien Sie gespannt- ich berichte

Eure Annette

 

 

Kunstwerke RestNOW (Fotos: Annette Niessen)

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