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Kunstszene

Neue zeitgenössische Kunst entdeckt

Ein Streifzug über die Discovery Art Fair Frankfurt

Eine sorgfältig kuratierte Mischung von Galerien, Projekträumen und Einzelkünstlern präsentierten ein breites Spektrum an aktueller Malerei, Papierarbeiten, Skulpturen, Installationen, Foto-, Videokunst und Urban Art.

Foto: Hallenansicht, Thomas Gessner

Die Discovery Art Fair Frankfurt – Die Entdeckermesse für zeitgenössische Kunst konnte als eine der wenigen - und wohl auch als die letzte Messe des Kunstherbstes- am letzten Oktoberwochenende ihre Tore öffnen. Kurz darauf traten die neuen Corona-Beschränkungen in Kraft.



Foto: Hallenansicht, Thomas Gessner

Das Konzept der Discovery Art Fair besteht seit ihrer Gründung im Jahre 2004 in Berlin (ehemals Berliner Liste) darin, Galeristen und Kunstschaffenden gleichermaßen ein gemeinsames Forum zu geben. Dies trägt dann auch mit zu dem besonderen Reiz dieser Messe bei.

Foto: Messebesuch in Zeiten von Corona, Astrid von ARTIMA

So zeigten namhafte Messeteilnehmer, wie etwa die Frankfurter Galerie Barbara von Stechow, die Düsseldorfer Galerie Bengelsträter, die Berliner Galerie Gräfe art.concept oder Galerie Augarde aus Daun in der Eifel eine interessante Zusammenstellung von neuen, aufstrebenden, wie auch etablierten Positionen. Junge Galerien und Künstler-Projekte boten gerade auch Kunstentdeckern und jungen Sammlern die Möglichkeit, für jeden Geschmack und jedes Budget das passende Kunstwerk zu finden. In der „Artist Section“ konnte man dagegen die Künstlerinnen und Künstler direkt treffen und persönlich mit ihnen in den Dialog treten.

So etwa mit den deutsch-japanischen  Künstler Kanjo Také, der mit seinen multimedialen Werken, wie die als Triptychon ausgestellte Arbeit „Evolution“ oder die großformatige „Birth of Geisha“  zeigte, wie er in allen künstlerischen Disziplinen arbeitet, ob Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation, Projektion, Einsatz der neuen Medien und sie auf unterschiedliche Weise, miteinander kombiniert und so zu neuen, fantasievollen Bildfindungen, Techniken, Aussagen kommt, die uns die Welt auf unterschiedliche Weise zeigt und erklärt.

Erwähnt sei noch die Arbeit „Blind I“ von Rainer Jacobs. Hierbei handelt es sich um eine mit verbundenen Augen aus rohem Stein gehauene Skulptur, die ­- in einem dunklen Raum präsentiert - nicht zu sehen ist, auch niemals zu sehen sein wird. Die Arbeit kann nur „erfühlt“, darf nur ertastet werden. 

Foto: Stand mit Arbeiten von Kanjo Také, hier in der Mitte zu sehen (DISCOVERY ART FAIR Frankfurt 2020) 

Die Messe fand vom 29.10 bis 01.11.2020 in der 3. Frankfurter Ausgabe unter Einhaltung von umfangreichen Hygienemaßnahmen statt. Der Umzug der Messe in die größere Halle1, der ehemalige Halle der Art Frankfurt, erlaubte zudem eine großzügige Standarchitektur, breite Gänge und Abstandsbereiche. So konnte die Sicherheit für Aussteller und Besucher gewährleistet werden und gleichzeitig die entspannte und anregende Atmosphäre der Messe erhalten bleiben. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren konnte die Teilnehmerzahl auf 105 Aussteller erweitert werden. Aussteller, wie die Messeorganisatoren zeigten sich gleichermaßen zufrieden mit dem Publikumszuspruch und den Verkäufen. In dieser schwierigen Pandemiezeit setzte die Messe so ein mehr als positives Zeichen, auch gerade für den Kunstmarktstandort Frankfurt.

Die nächste DISCOVERY ART FAIR wird vom 15. bis 18. April 2021 in der XPOST in Köln veranstaltet, wie in den vergangenen Jahren parallel zu der Art Cologne.

Die nächste Frankfurter Ausgabe ist wieder für den November 2021 auf dem Messegelände Frankfurt geplant.

 

Text von Astrid, unterstützt von Isabelle 

 

 

 


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